Suche in http://grueneduisburg.de/

Newsletter bestellen

Ich möchte den Newsletter!

Nachrichtenarchiv

19. Mai 2010

Die Freiheit, die wir meinen ...

... oder wie Duisburg die Freiheit zum Strukturwandel verbauen könnte ...
Die Freiheit, die wir meinen ...

Der Kreisvorstand der Duisburger Grünen zeigt sich schockiert über die Pläne, Möbelklötze auf das „beste Grundstück Duisburgs“ zu stellen. Er fordert „die Duisburger Parteien und die Ratsfraktionen auf, zum beschlossenen Konzept für das Güterbahnhofsgelände zu stehen !“, so Matthias Schneider, Sprecher des Kreisvorstandes. Die Grünen wollen allerdings weiter aktiv die Entwicklung der sogenannten Duisburger Freiheit zu einem modernen Quartier für Wohnen, Arbeiten und Kultur betreiben. „Wir brauchen in der Stadtentwicklung auch in diesen Zeiten Geduld und einen sehr langen Atem. Das haben wir auch am Innenhafen gesehen“, sagt Schneider. Die Grünen wollen nun gemeinsam mit den anderen Parteien im Rat eine Mehrheit gegen die hektischen Verkaufs- und Baupläne des Eigentümers schmieden. Nach Ansicht der Grünen würde dieses Projekt nichts anderes bewirken, als die mühsam entwickelte Innenstadt wieder zu beschädigen. „Das wäre ein Kaufkraftabsauger mit Dekogrün und ein paar Teichen, die man nachts einzäunen muss“, bringt es Matthias Schneider auf den Puinkt. „Die Nachfrage nach hochwertig entwickelten Flächen aber wird nach Überwindung der Krise wieder anziehen und dann haben wir die Chancen für das Grundstück südlich vom Hauptbahnhof leichtfertig verspielt.“


In diesem Zusammenhang stellt sich für die Grünen auch die grundsätzliche Frage nach der Rolle der kommunalen Selbstverwaltung in solchen Verfahren. „Dieses zentrale städetbauliche Projekt wurde mit Bürgerbeteiligung und politischen Beratungen behandelt, Vorschläge und Angrgungen wurden geltend gemacht, um im laufenden Verfahren berücksichtigt zu werden.. Es kann doch nicht ernsthaft erwartet werden, dass vor Ort der gesamte Entwicklungsprozess für dieses städtebauliche Filetstück verworfen wird, nur weil ein Investor eine Zeichnung vorlegt, in der sein Standardkonzept in vorhandene Fläche eingepasst wurde", so Dirk Schönhagen, ebenfalls im Vorstand der Duisburger Grünen und Mitglied der Bezirksvertretung Mitte. „Ablauf und Vorgehensweise können eigentlich nur als Affront gegen Stadt und Politik verstanden werden“, sagt Schönhagen.


Die Grünen erinnern im Übrigen daran, dass es sich Duisburg mit dem Gelände südlich des Hauptbahnhofes nicht leicht gemacht hat. Die politische Diskussion habe eine lange Geschichte und war auch mit wahlentscheidend für Komunalwahlen in dieser Stadt. Für die Duisburger Grüne waren dabei immer zwei Kernthemen wichtig. „Zum ersten war die Innenstadt um die Fußgängerzone herum weiter zu entwicklen, zu fördern, zu schützen. Das auch gegenüber Ideen, auf das Güterbahnhofsgelände leichtfertig ein Shopping-Center nach US-Bauart zu setzen.“, stellt Dirk Schönhagen klar. Duisburg habe ein Konzept aus City Palais und Forum dagegen gesetzt und Duisburg ist gut damit gefahren. Der zweite Punkt betraf und betrifft den Anspruch, das „beste Grunddstück Duisburgs“ zu einem mordernen Quartier zu entwicklen, „in dem Lebensqualität und gute neue Arbeit entsteht. Der grüne Innenraum soll für heiße Sommer angenehmes Wohnen und Bewegen möglich machen, die U-förmigen Bauten sollen genügend Flächen auf der Innenseite schaffen, die von Bahn und Autobahn abgeschottet sind. All dies hat der Foster-Plan klar aufgezeigt und der Rat der Stadt hat die wesentlichen Eckpunkte eines solchen Konzeoptes beschlossen“, so Matthias Schneider. Diese Planungshohheit darf sich nach Meinung der Grünen der Rat nicht nehmen lassen.