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Nachrichtenarchiv

18. Mai 2010

Die schwarz/gelben Wellen sind gebrochen

Duisburger Grüne hoffen auf positiven Ausgang von Verhandlungen mit SPD und Linkspartei

 

Bei der Landtagswahl erzielten die Grünen in NRW ein historisches Rekordergebnis und wurden mit Abstand die drittstärkste Kraft im nordrhein-westfälischen Landtag. Auch in Duisburg schafften es die Grünen, mit ihren Inhalten Unterstützung bei vielen Bürgerinnen und Bürgern zu finden. Die Freude ist enorm. „Wir konnten die Wellen brechen und den für die Grünen insgesamt steigenden Landestrend auch in unserer Stadt erreichen. Wir danken allen Wählerinnen und Wählern für dieses tolle Wahlergebnis", so Carmen Müller, Sprecherin des Kreisvorstandes der Grünen in Duisburg.


Trotz des guten Ergebnisses der Grünen reicht es jedoch nicht für die gewünschte rot-grüne Koalition. „Unser grünes Wahlprogramm zeigt allerdings sehr deutlich, wo wir in der Landespolitik in den Politikfeldern inhaltlich stehen“, sagt Matthias Schneider, Sprecher des Kreisvorstandes. Aus Sicht des Kreisvorstandes der Grünen Duisburg ist so eine Koalition mit CDU oder FDP im Land undenkbar. "Wir hoffen auf einen positiven Ausgang der Koalitionsverhandlungen mit SPD und Linkspartei", so Müller. "Sowohl die Grünen als auch SPD und Die Linke stehen beispielsweise für eine Demokratisierung des Schulsystems sowie die Abschaffung der Studiengebühren. Darüber hinaus wollen sie die von CDU und FDP organisierte finanzielle Austrocknung der Kommunen stoppen. Das betrifft Duisburg ganz besonders". Insgesamt gibt es nach Meinung der Duisburger Grünen auf Landesebene viele Schnittmengen. Dabei wird es nach Meinung der Duisburger Grünen ganz besonders auf die grünen Elemente ankommen. Denn nur durch die Wende in der Industriepolitik würde es überhaupt neue zukunftsfähige Arbeitsplätze in NRW geben. Der Strukturwandel müsse aktiv betrieben werden und zwar so, dass die Menschen auch den Zugang zu neuer, guter Arbeit finden.


"Wir fordern SPD und Linkspartei auf, zu Ihren Wahlprogrammen zu stehen und eine stabile Rot-Grün-Rote Koalition möglich zu machen", fügt Vorstandskollege Gerwin Ruske hinzu. Er räumt jedoch auch ein, dass sich energie- und umweltpolitisch SPD und Linkspartei noch mehr in Richtung zukunftsfähiger Verantwortung bewegen müssen. ,,Für eine Koalition gilt: Sich mit einem Ökomantel bedecken zu wollen, reicht nicht ! Es muss konkret gehandelt werden. Grüne Konzepte für den Klimaschutz, für die Erneuerbaren Energien müssen sich klar im Regierungsprogramm niederschlagen", betont Ruske. “Der Ausstieg aus der Atomenergie muss mit aller Kraft abgesichert werden, bevor es ein weiteres Tschernobyl geschieht.“