Bündnis 90 / DIE GRÜNEN
Kreisverband Duisburg
Kardinal-Galen-Str. 23
47051 Duisburg
fon: 0203-330030
fax: 0203-332040
email:
kv@gruene-duisburg.de
Öffnungszeiten:
Mo-Do 12.30-14 Uhr
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Die Mitgliederversammlung der Duisburger Grünen hatte sich am Mittwochabend intensiv mit der Katastrophe bei der Loveparade befasst. Zu Beginn wurde eine Schweigeminute für die Opfer eingelegt.
In vielen Redebeiträgen wurde klar, dass für die Grünen die Trauer, das Entsetzen und die Betroffenheit im Zentrum der Betrachtungen stehen. Die Sorge für die Hinterbliebenen, für die Verletzten und traumatisierten Menschen muss die höchste Priorität dieser Stadt sein. Die Duisburger Grünen wollen sich zudem dafür einsetzen, dass die Arbeit in den Ratsgremien transparenter wird, mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten bestehen und Bedenken der EinwohnerInnen weitaus mehr Eingang in Entscheidungen finden, als bisher. Aber es muss auch durch die Übernahme von Verantwortung gezeigt werden, dass wir die Botschaft verstanden haben: „Es wird nichts mehr sein, wie es einmal war“.
Die Duisburger Grünen haben auch in einer kontroversen Debatte darüber entschieden, wie sie zum amtierenden Oberbürgermeister Adolf Sauerland stehen. Dabei hat sich in der Abstimmung eine überwältigende Mehrheit hinter die Beschlüsse des Kreisvorstandes gestellt, den Oberbürgermeister zum Rücktritt aufzufordern und der Ratsfraktion der Grünen zu empfehlen, den Oberbürgermeister im Abwahlverfahren abzuwählen, falls er bis dahin nicht zurücktreten sollte. Der Kreisvorstand hatte diese Forderungen ausführlich begründet.
Der Kreisvorstand bedauert, dass ca. 1/3 der Anwesenden den Saal vor der Abstimmung verließen und sich damit im Grunde quasi enthalten haben. Zuvor hatte die Versammlung jedoch mit sehr deutlicher Mehrheit entschieden, sich nicht zu vertagen. Aus dieser Mehrheit wurde die Ansicht vertreten, dass die wesentlichen Argumente zu dieser speziellen Frage vorgetragen seien und eine Entscheidung vor der Ratssitzung am Montag zu treffen sei.
Der Kreisvorstand ist nun gefordert, Foren zu schaffen für die weitere Aussprache innerhalb der grünen Partei und für die weitere intensive konkrete politische Arbeit zur Aufarbeitung der Loveparade. Der Kreisvorstand fordert in diesem Sinne auch die grünen Ortsverbände auf, in enger Zusammenarbeit mit dem Kreisvorstand die gemeinsame Arbeit zu organisieren. Die EinwohnerInnen dieser Stadt fordern von der Politik eine Konzentration auf die Sacharbeit und eine bessere Einbeziehung in die politischen und verwaltungstechnischen Entscheidungen. Das wollen wir gemeinsam voran treiben !