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Großdemo Gronau 11.3.2012

18. Januar 2012
Kultur

Kultur ist ein Lebensmittel und kein Luxus! Kultur braucht Orte!

Duisburger Grüne kämpfen für kulturelle Vielfalt und Kultur für alle! Musikveranstaltungen, Theater, Jugendkultur, selbstverwaltete Zentren, Philharmoniker, freie Projekte, Musikunterricht und vieles andere: Eine Stadt wie Duisburg braucht die Vielfalt des kulturellen Lebens...

Duisburg braucht Orte der Kultur. Unsere Stadt darf nicht nur aus Arbeit, Wohnen, Einkaufen und Transportwegen bestehen. Denn lebenswert und liebenswert ist eine Stadt nur, wenn auch das kulturelle Angebot für alle Einwohnerinnen und Einwohner etwas zu bieten hat, nach dem Motto: Eine Stadt für alle! Kultur ist ein wichtiger Standortfaktor, um unsere Stadt attraktiv zu halten.

Dabei stehen Kulturprojekte in Duisburg kontinuierlich unter einem Damoklesschwert, eingespart zu werden. Einerseits lastet die Haushaltslage auf jedem einzelnen Kulturbetrieb, andererseits ist das Denken immer noch verbreitet, Kulturprojekte sollten mit rein betriebswirtschaftlichen Maßstäben gerechnet werden.

Einerseits darf die freie Kultur nicht mehr nur am Katzentisch der Kulturpolitik der Stadt Duisburg sitzen. Andererseits darf keine Konfrontation zwischen sogenannter Hochkultur und freier Szene aufgemacht werden. Sprecher Matthias Schneider: „Die Vielfalt macht die Stadt attraktiv! Also darf der Kulturetat mit etwa 2,7 % am Haushalt auf keinen Fall wieder als Kürzungsmasse zur Debatte stehen. Unser Ziel ist dabei die Beibehaltung gewachsener und verankerter Angebote wie dem Theater und der Philharmoniker und die Stärkung der freien Szene. Eines geht nicht ohne das andere.“

Dazu haben die Duisburger Grünen in ihrer letzten Mitgliederversammlung auf Basis von Anträgen von Beatrix Brinskelle, der kulturpolitischen Sprecherin der grünen Ratsfraktion, von Norbert Knabben, dem Sprecher des grünen Ortsverbandes Mitte, sowie von Reiner Neumann einen Forderungskatalog beschlossen:

  • Die Grünen fordern mehr sachliche, fachliche und ideelle Unterstützung für die freie Kulturszene aus der Verwaltung und der Politik. Dabei ist vor allem die organisatorische Unterstützung für Initiativen und Institutionen im Sinne einer Fortführung der Projekte und der Schaffung neuer notwendig! Für Interessenskonflikte müssen aktiv Lösungen gesucht und gefunden werden.

  • Die Philharmoniker, Klasse!Klassik, Oper, Ballet und Schauspiel dürfen nicht gegen die freie Szene ausgespielt werden. „Eine Stadt für alle“ bedeutet, dass Vielfalt der Kultur als Lebensmittel für die Vielfalt der Menschen in dieser Stadt gebraucht wird.

  • Kulturdezernat und Ordnungsamt sollen eng zusammen arbeiten und Lösungen für Kulturbetriebe erarbeiten, die in Konflikt mit der Nachbarschaft stehen. Dabei ist das Ziel die Erhaltung und Stärkung des Angebotes. Es geht um das „Möglich machen“ und nicht um das bürokratische Abwickeln. Auch die Zwischennutzung von leer stehenden Ladengeschäften und anderen Gebäuden für Kulturprojekte soll unbürokratisch möglich gemacht werden.

  • Die Grünen fordern alle Parteien und die Verwaltung dazu auf, an einem Konzept mit zu arbeiten, das die nachhaltige Förderung von kulturellen Einrichtungen in dieser Stadt sicher stellen kann. Als Sofortmaßnahme schlagen wir einen runden Tisch zu diesem Thema vor.

  • Die Grünen unterstützen weiter die Idee von selbstverwalteten, unkommerziellen, sozio-kulturellen Zentren. Dies gilt insbesondere für den Verein Mustermensch e. V. Leider gibt es seit 3 Jahren immer noch keinen Nachfolge-Standort für das T5. Hier steht die Stadt in der Verantwortung Standortvorschläge zu machen.

  • Die Duisburger Grünen weisen in diesem Zusammenhang Forderungen nach einer völligen Streichung der Projekte der freien Kultur mit dem Begriff der sogenannten „freiwilligen Leistungen“ mit Nachdruck zurück.

Sprecher Matthias Schneider: „Die Vergeblichkeitsfalle lauert immer bei der Haushaltssanierung. Und das ganz insbesondere im Kulturbereich. Was wir jetzt kaputt kürzen, kommt nie wieder. Und es hilft uns wenig, da so nur noch mehr Menschen abwandern, die es sich leisten können.“