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Meldung

10. September 2010
Demokratie und Recht, Schule und Bildung

Zurück in die Zukunft

Duisburgs Grüne begrüßen die Aufhebung des Handbuchsverbotes gegen die Diskriminierung Homosexueller

Die neue rot-grüne Landesregierung will das vor fünf Jahren unter der ehemaligen schwarz-gelben Landesregierung verhängte Verbots des Handbuches ,,Mit Vielfalt umgehen“ wieder aufheben. Das Handbuch soll dazu dienen, einer Diskriminierung gegenüber gleichgeschlechtlich lebenden und liebenden Menschen entgegenzutreten.

„Wir werden uns auch im Duisburger Schulausschuss dafür einsetzen, dass Homosexualität intensiver in der Schule thematisiert wird“, erklärt Gerwin Ruske vom Kreisvorstand. „Es ist immer noch ein gewaltiger Unterschied, ob homosexuelle oder heterosexuelle Teenager händchenhaltend durch die Straßen gehen“. Der Alltag homosexueller Paare sei oft immer noch von Hass und Demütigung geprägt.

Zwar gäbe es Lehrer, die das Thema intensiv behandeln, doch im Großen und Ganzen komme nach Ruskes Meinung das Thema viel zu kurz. Gerade auch weil die Suizidrate schwuler Jugendlicher vier Mal höher sei als die von heterosexuellen Jugendlichen, sehen die Grünen einen schnellen Handlungsbedarf und fordern daher die Lehrerinnen und Lehrer unserer Stadt auf, die Akzeptanz von homosexuellen Partnerschaften mehr in ihrem Biologie- oder Gesellschaftsunterricht einzubeziehen, um schwerwiegende Vorurteile abzubauen. Es gibt auch Organisationen wie Schlau-NRW, die sich für eine aufklärende Arbeit in Schulen zur Verfügung stellen.