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Meldung

11. März 2010
Soziales

Entsetzen über Misshandlungen von Kindern und Jugendlichen

Der Vorstand der Duisburger Grünen fordert einen respekt- und würdevollen Umgang mit Schutzbefohlenen

 

Die Nachrichten über den erschreckenden Umgang mit Schutzbefohlenen in Kinder- und Jugendeinrichtungen, katholischen Schulen oder jüngst in der Jugendeinrichtung Educon (Graf-Recke-Stiftung) häufen und sorgen für blankes Entsetzen. Dadurch werden zudem Kinder- und Jugendliche mit Diskriminierungen konfrontiert oder schlichtweg für das von ihren Problemen gekennzeichnete Verhalten verantwortlich gemacht, was für die Grünen ein Unding ist. Aus diesem Grunde stehen die Grünen für rasche Verbesserung am pädagogischen Arbeitsplatz.

„Wir fordern eine verpflichtende externe Supervision und eine fundierte Selbsterfahrung in der Pädagogen-Ausbildung für die Garantie einer professionellen Arbeit in Kinder und Jugendeinrichtungen“ betont Gerwin Ruske vom Vorstand der Grünen in Duisburg, der selbst seit zehn Jahren von der Graf-Recke-Stiftung betreut wird. „Aus meiner eigenen Erfahrung in Gruppen kann ich bestätigen, dass Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten nicht immer würdevoll behandelt werden. Wir verlangen einen respekt- und würdevollen Umgang mit Kindern, die aus ihren Familien gerissen wurden.“ Unterstützung genießt Ruske von seinen Partei- und VorstandskollegInnen wie u.a. von Sina Jaeger: „Die Macht eines Pädagogen über seine Schutzbefohlenen darf nicht aus purer Hilflosigkeit ausgenutzt werden“, erklärt die studierte Heilpädagogin.

Es besteht jedoch mit der neuen Führung der Educon, die sofort Selbstanzeige erstattete, oder mit der Außenwohngruppe Duisburg-Huckingen, die in Vergangenheit wertvolle Arbeit leistete, Hoffnung auf eine in Zukunft professionelle pädagogische Arbeit. „Die Zeichen der Zeit müssen nun alle begriffen haben“, so die beiden Vorstandsmitglieder.