Bündnis 90 / DIE GRÜNEN
Kreisverband Duisburg
Kardinal-Galen-Str. 23
47051 Duisburg
fon: 0203-330030
fax: 0203-332040
email:
kv@gruene-duisburg.de
Öffnungszeiten:
Mo-Do 12.30-14 Uhr
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Die Duisburger Grünen haben angekündigt, dem neuem Betriebskonzept der DVG in der vorliegenden Form nicht zuzustimmen. Eine Mehrheit für das Konzept auf der nächsten Ratssitzung ist somit fraglich.
Die Grünen berufen sich vor allem auf zwei Gutachten zum Duisburger Nahverkehr, die für das neue Konzept eingeholt wurden. Die Kernaussagen lauten: zu wenige Fahrgäste, zu geringe Einnahmen und zu schlechtes Angebot. Auf dieser Grundlage machen die Gutachter Verbesserungsvorschläge. Doch die DVG folgt ihnen laut Aussage der Grünen nicht.
Claudia Leiße, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen Fraktion erläutert: „Ziel in Duisburg muss es sein, den ÖPNV attraktiver zu gestalten. Das erreicht man nicht mit Linienkürzungen, Taktausdünnung und anderen Einsparungen, sondern mit Optimierung des Liniennetzes, kundenorientiertem
Angebot im Busverkehr und Qualitätsverbesserungen. Dazu gehören Pünktlichkeit, Sauberkeit und Komfort. Nur so lassen sich die Einnahmen erhöhen.“
Dies haben auch die Gutachter festgestellt und deshalb unter anderem vorgeschlagen, Schnellbuslinien einzuführen, die den ganzen Tag über mindestens im Stundentakt fahren, bei Bedarf sogar halbstündlich. Die DVG hingegen schlägt vor, stündlich nur in der Hauptverkehrszeit zwischen 6.00 – 9.00 Uhr und 15.00 – 18.00 Uhr zu fahren. „Ein halbherziges Angebot. Das kann nur schief gehen“, sagt Claudia Leiße.
Wie Leiße sieht auch Reiner Neumann vom Parteivorstand der Grünen das Betriebskonzept äußerst kritisch. „Wir sind es leid. Das Konzept erfüllt in keiner Weise unsere Forderung nach einem modernen ÖPNV. Es ist wieder nur ‚Mangelverwaltung’. Wir brauchen einen neuen Nahverkehrsplan, in dem die Grundlagen des Bus- und Straßenbahnverkehrs dem veränderten Kundenbedarf und den neuen Gegebenheiten in der Stadt angepasst werden.“
Als Beispiele nennt er die Verlängerung der Ladenöffnungszeiten und die Schaffung neuer Wohngebiete. Aber auch die bessere Anbindung der Duisburger Bahnhöfe und die Angebotsausweitung in den Abendstunden muss aufgenommen werden. Und für ‚Stadtrundfahrten’ hat heute kaum jemand mehr Zeit und Lust.
Claudia Leiße: „Seit dem gemeinsamen Antrag von CDU und Grünen alles neu zu planen sind wieder zwei Jahre vergangen. Aus unserer Sicht ist das verlorene Zeit. Inzwischen sind viele auf das Auto umgestiegen, die dazu die Wahl hatten. Die DVG nimmt nicht zur Kenntnis, dass andere Verkehrsunternehmen im Verbundgebiet höhere Fahrgastzuwächse zu verzeichnen haben und sie sich damit selbst schadet.“